Murchinson Falls

Unsere letzte Station in Uganda war der „Murchinson Falls National Park“. Der Nil teilt das 3877 Quadratkilometer große Areal in einen nördlichen und einen südlichen Bereich. Beide bestehen überwiegend aus offenem Grasland und verbuschender Savannenlandschaft und werden von zahlreichen Hügeln durchzogen.

Der Nil gilt als Strom Afrikas mit ca. 6650 km als einer der längsten Flüsse der Erde. Er entspringt u. a. in den Bergen Ruandas und mündet in das Mittelmeer. In Uganda fliesst er als „Albert Nil“ und „Victoria Nil“ entsprechend der gleichnamigen Seen.

Auf dem Nil kann man mit lokalen Anbietern eine dreistündige Bootstour entweder zum Nil-Delta oder zum „Murchinson Wasserfall“ machen. Wir entschieden uns für letzteres. Hier zwängt sich der sonst 50 bis 100 Meter breite Viktoria Nil durch eine 7 Meter breite Schlucht und stürzt 43 Meter in die Tiefe.

Auf dieser Tour haben wir am Ufer des Nils in kurzer Zeit so viele Tiere in freier Wildbahn gesehen, wie noch nie zuvor: eine badende Elefantenfamilie von ca. 10 Tieren, unzählige Nilpferde, sonnenbadende Nilkrokodile, aber auch Büffel, Giraffen, Paviane, unterschiedliche Antilopen, Buschwildschweine und zahlreiche Vögel wie z. B. Fischadler und Marabu.

Erstmalig konnten wir auch die drei unterschiedlichen Arten von King Fisher im Vergleich bewundern. Bisher hatten wir lediglich sehr oft die schwarz-weißen Exemplare am Lake Kivu gesehen.

Doch nicht nur die Fahrt auf dem Nil im „Murchinson Falls National Park“ begeisterte uns. Es bestand auch die Möglichkeit zu Fuss das Territorium zu erkunden, Spuren zu lesen, Bade- und Trinkstellen der Wildtiere ganz nah zu erleben und uns selbst wie die „Hüter der Wildnis“ zu fühlen. Mit einem bewaffneten Ranger wanderten wir zwei Stunden (leider in größter Mittagshitze) in einem ausgetrockneten Flussbett auf einem schmalen Trampelpfad, den viele Tiere zur Trinkstelle am Nil nutzen.

Ein wenig mulmig wurde uns schon, als wir eine Art Cayon erreichten und der Ranger uns erklärte, dass dies der „Badeweg“ der Elefanten sei. Es würde für uns keine einfache Ausweichmöglichkeit geben, wenn eine Herde durch diesen relativ engen Canyon zum Nil trampelte. Also verliessen wir zügig diese kritische Stelle und kehrten zu unserem Camp zurück.

Mit diesen Natureindrücken ging unsere 14-tägige Urlaubsreise in Uganda zu Ende. Mit einer Pizza am Viktoria See verabschiedeten wir uns von Viriano.

Nun mussten wieder Vorbereitungen für unseren Rückflug am nächsten Tag getroffen und ein PCR Test initiiert werden. Doch dazu mussten wir erst nach Kampala, in die Hauptstadt Ugandas.

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